Zylinder

 

In der Mode sind Accessoires die kleinen Feinheiten und Details, die einen Look ausmachen und perfekt komplettieren. Das Zubehör um ein Outfit perfekt abzurunden und den Träger zu "adeln". Zu einem perfekten Frack oder Cut-Outfit gehört natürlich der passende „Kopfschmuck“ – denn der Träger dieser Gesellschaftsoutfits sollte stets perfekt „behütet“ sein. Wichtig: Der Zylinder ist eine Kopfbekleidung für hochfestliche Anlässe und kein modischen Accessoire.

Chapeau Claque: klassische Kopfbekleidung zum Frack

Der Klappzylinder oder im Französischen auch Chapeau Claque ist ein klassischer zylinderförmiger Hut  in schwarzem Satinstoff. Besonderheit dieser Kopfbedeckung ist, dass der Zylinder zusammengeklappt werden kann - daher auch der Name Klapp- oder Faltzylinder. Der Zylinder ist eine Kopfbekleidung für hochfestliche Anlässe.

Grauer Filzzylinder: klassische Kopfbekleidung zum Cut

Der graue Filzzylinder ist die absolute Krönung des Cut-Outfits und adelt mit seiner Präsenz jeden Träger. Der Zylinder kommt in mittelgrauer Filzoptik daher und wird klassisch zu allen Cut-Outfits (ob Sommer- oder Winter) getragen. Bekannt ist der Zylinder in Filz durch das englische Pferderennen "Royal Ascot" auf dem der Dress Code "Morning Coat" (deutsch: Cut oder Cutaway) gilt und bei dem die meisten Herren ihr Outfit mit dem Zylinder krönen.

WILVORST bietet Ihnen passend zur festlichen Gesellschaftsbekleidung die passenden Kopfbedeckungen an. Zum formellen Cut-away trägt man klassischerweise einen grauen Filzzylinder, zum Frack gibt es keine Alternativen zum hochwertigen Chapeau Claque. Der Klappzylinder, wie er umgangssprachlich auch genannt wird, ist ein handwerkliches Produkt, welches WILVORST aus einer Chapeau Claque-Fabrik bezieht – made in Germany. 

Im 18. Jahrhundert durfte beim Outfit des Mannes ein Accessoire nicht fehlen:der Chapeau Claque. Erfunden hat den klassischen Klappzylinder 1797 der Pariser Gippus. Der Zylinder wurde damals mit einer Feder versehen und konnte zusammengeklappt werden. So konnte man ihn schon damals bequem unter dem Arm tragen. Der Chapeau Claque war geboren geworden! Der Klappzylinder wurde schnell bekannt, und man trug ihn auf der ganzen Welt, jedoch war er in Großbritannien besonders beliebt. Die Beliebtheit verflog und so kam der Chapeau Claque ab den 1960ern aus der Mode. Aufgrund der Historie sowie der modischen Veränderungen gab es früher deutlich mehr Fabriken, die diese aufwendigen Kopfbedeckungen hergestellt haben.  Heute sind es noch exakt drei, eine davon der Lieferant von WILVORST Herrenmoden.  Unser Lieferant produziert die klassischen Klappzylinder noch nach dem traditionellen Schellackverfahren. Schellack ist ein Ausscheidungsprodukt der indischen Schildlaus, welches in einem geheimen Verfahren gekocht wird. Der Vorteil: Bekommt der Zylinder eine Beule kann dieser durch den Schellack ganz einfach durch die Zugabe von Wärme wieder in Form gebracht werden. Am Anfang des Herstellungsprozesses wird der Schellack auf ein Stück Stoff gegeben und durch Wärmezugabe mit einem speziellen Bügeleisen miteinander verbunden – so wird das Gemisch hart und ähnelt Pappe. Diese Verbindung wird nun auf die passende Hutgröße zugeschnitten und mit Satin überzogen. Nach einigen Arbeitsschritten, die für die saubere Verarbeitung des Randes nötig sind, wird der Klappmechanismus eingearbeitet, Stahlstücke in Kombination mit Federn und einem Scharnier. Auch dieses wird mit dem gewünschten Stoff, welcher vorab in Schellack getaucht wurde, überzogen, bevor es weiter verarbeitet wird. Nachdem diverse Näharbeiten im Bereich Futter und Innenverarbeitung durchgeführt und Ripsband um den Hutrand genäht wurden, werden Hutrand und –kopf miteinander verbunden und fest vernäht. Anschließend wird der Satin fest verarbeitet und um die Hutkrempe genäht. Auch ein Schweißband aus Leder wird befestigt. Zum Schluss des Verfahrens wird der Zylinder in einem speziellen Ofen erwärmt, wobei sich der Stoff glattziehen kann.  Das Herstellungsverfahren des Chapeau-Claques ist sehr kompliziert - insgesamt rund 150 Arbeitsschritte sind bis zum fertigen Endprodukt nötig. Deshalb ist dieses Produkt preislich relativ hoch angesiedelt, jedoch ein Investment für das ganze Leben.